Die Historische Spinnerei Gartetal ist ein lebendiges Industriemuseum mit den Schwerpunkten Wollverarbeitung und Papierproduktion sowie einem umfangreichen kulturellen Angebot. Sie zeigt zum einen die (früh)industrielle Nutzung der Spinnerei und zum anderen aussterbende Handwerkerberufe wie der des Papiermachers und Buchbinders.
Zur Geschichte:
Die Ursprünge des Industriedenkmals gehen auf das Jahr 1596 zurück. Mitte des 17. Jahrhunderts wird die ehemalige Getreidemühle zur Papiermühle umgebaut.
Im Jahr 1774 findet der erste dokumentierte „Papier-Recycling-Versuch“ durch Justus Claproth und Papiermüller Johann Engelhard Schmidt statt.
Mitte des 19. Jahrhunderts kauft Josef Fromm aus Küllstedt die Papiermühle und baut sie zur Spinnerei um. In Klein Lengden entsteht ein frühindustrielles Zentrum der Wollverarbeitung.
In den 1880er Jahren modernisiert Fromm Energieversorgung und Textilmaschinen, die heute als Zeugnis der Streichgarnherstellung im Historischen Maschinensaal zu sehen sind.
Im Jahr 1967 wird die Spinnerei geschlossen und 1982 durch den neu gegründeten „Förderverein Historische Spinnerei Gartetal e.V.“ erworben.
Der Förderverein bietet an:
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Führungen durch den Historischen Maschinensaal mit einem abschließenden Film, um den Selfaktor (Textilmaschine) im Einsatz zu sehen.
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Themenführung: „Vom Schaf zum Garn“ mit Besichtigung einheimischer Schafrassen.
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Themenführung (geplant): „Vom Papier zum Buch“.
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Kreative Kurse mit Kindern (Kindergeburtstage) und Erwachsenen zu den Themen: Filzen, Papierschöpfen, Papiergestaltung, und Buchbinden.
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Eine Buchbinderwerkstatt, in der die Möglichkeit besteht, der Buchbinderin bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Aufträge werden unter 05508/1218 entgegen genommen.
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Ein Hofcafé, das Sonntag nachmittags von 15 - 17 Uhr von Mai bis Oktober geöffnet ist.
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Oster- und Weihnachtsmärkte, Vorträge, Musik und Kabarett.
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Die Möglichkeit, Räume im historischen Ambiente für private Feste und Tagungen zu mieten.